Riesenauge im Weltraum von NASA-Teleskopen gesehen

Helix-Nebel

Dieses Objekt, Helixnebel genannt, liegt 650 Lichtjahre entfernt im Sternbild Wassermann. (Bildnachweis: NASA/JPL-Caltech)



Zwei NASA-Weltraumteleskope haben ein spektakuläres neues Foto des Helixnebels aufgenommen, einer leuchtenden Himmelsvision, die einem riesigen kosmischen Auge ähnelt.



Der Helixnebel (auch bekannt als NGC 7293) repräsentiert einen sterbenden Stern, der als planetarischer Nebel bekannt ist. Das neue Bild, das am Mittwoch (3. Oktober) veröffentlicht wurde, kombiniert Daten des Spitzer-Weltraumteleskops der NASA, das im langwelligen Infrarotlicht beobachtet, und des Galaxy Evolution Explorer (GALEX), der das kurzwellige ultraviolette Licht des Objekt.

Der Helixnebel befindet sich etwa 650 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Wassermann. Es bietet einen Vorgeschmack auf die Zukunft unserer eigenen Sonne, die sich voraussichtlich in etwa 5 Milliarden Jahren in einen planetarischen Nebel verwandeln wird.



Planetarische Nebel sind Sterne von der Größe der Sonne, die sich dem Ende ihres Lebens nähern und in ihren Kernen keinen Wasserstoff und Helium als Brennstoff zur Fusion haben. An diesem Punkt blähen sie ihre äußeren Gasschichten zu glühenden Schalen um sich herum auf und verdichten sich zu kleinen weißen Zwergsternen.

„Der Weiße Zwerg ist etwa so groß wie die Erde, hat aber eine Masse, die der des ursprünglichen Sterns sehr nahe kommt; tatsächlich würde ein Teelöffel eines Weißen Zwergs so viel wiegen wie ein paar Elefanten!' NASA-Wissenschaftler schrieben in einer Erklärung.

Der Weiße Zwergstern ist im Bild als winziger weißer Punkt im Zentrum des Nebels zu sehen.



Dieser Stern sendet intensive ultraviolette Strahlung aus, die wiederum die äußeren Gasschichten in infraroten Wellenlängen beleuchtet. Beide Bereiche des Spektrums werden hier im kombinierten Licht der beiden Teleskope dargestellt. Auf dem Foto sind die GALEX-Daten blau dargestellt, während die Beobachtungen des Spitze-Weltraumteleskops gelb dargestellt sind. Ein Teil des Hintergrundraums stammt aus Daten, die vom All-Sky Wide-Field Infrared Survey Explorer (WISE) der NASA gesammelt wurden.

Planetarische Nebel sind überhaupt keine Planeten, aber sie wurden im 18. Jahrhundert fälschlicherweise benannt, weil sie Gasriesenplaneten ähnelten, und der Name ist geblieben.

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