FAA an Piloten: Achten Sie auf fallende deutsche Satellitentrümmer

Dieses Standbild aus einer Animation von Analytical Graphics, Inc. zeigt die Wiedereinreise Deutschlands

Dieses Standbild aus einer Animation von Analytical Graphics, Inc. zeigt den Wiedereintritt von Deutschlands stillgelegtem Satelliten ROSAT im Oktober 2011. (Bildnachweis: Analytical Graphics, Inc.)



Es wird erwartet, dass an diesem Wochenende ein riesiger, stillgelegter deutscher Satellit zur Erde stürzt, und die Bundesluftfahrtbehörde möchte, dass die Piloten nach Weltraummüll von den fallenden Raumfahrzeugen Ausschau halten.



In einer besonderen Warnung warnten FAA-Beamte die Piloten, nach Anzeichen des deutschen Röntgensatelliten (ROSAT) Ausschau zu halten, einem 21 Jahre alten Röntgen-Weltraumobservatorium, das zwischen Samstagnachmittag und frühen Sonntag (22. Oktober) aus der Umlaufbahn fallen soll. und 23).

'Flugzeuge werden darauf hingewiesen, dass durch den Wiedereintritt des Satelliten ROSAT in die Erdatmosphäre eine potenzielle Gefahr entstehen kann', warnt die FAA-Warnung.



Der fast 2,7 Tonnen schwere ROSAT-Satellit wird voraussichtlich zwischen 14:00 Uhr und 14:00 Uhr wieder in die Erdatmosphäre eintreten. EDT (1800 GMT) heute und 8 Uhr EDT (1200 GMT) am Sonntag, so Beamte des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, das die Mission des Raumfahrzeugs leitete. Da die Umlaufbahn von ROSAT einen Großteil der Erdoberfläche überqueren kann, können der genaue Zeitpunkt und der Ort seines letzten Todestauchgangs noch nicht vorhergesagt werden, fügten sie hinzu. [ Fotos des fallenden ROSAT-Satelliten ]

Es wird erwartet, dass etwa 30 riesige ROSAT-Teile den feurigen Wiedereintritt in die Erdatmosphäre überleben und über eine 80 Kilometer lange Strecke irgendwo auf der Erde fallen könnten. Diese Trümmer könnten mit einer Geschwindigkeit von etwa 450 km/h auf die Oberfläche auftreffen.

Es gibt ungefähr ein Chance von 1 zu 2.000, dass ROSAT-Ablagerungen könnte ein Verletzungsrisiko für jemanden auf der Erde darstellen, sagten deutsche Weltraumbeamte. Das tatsächliche persönliche Risiko für eine einzelne Person ist jedoch äußerst gering, da ROSAT eine hohe Wahrscheinlichkeit hat, über den Ozean wieder einzudringen.



'Im Interesse der Flugsicherheit ist es von entscheidender Bedeutung, dass alle Piloten/Flugbesatzungsmitglieder alle beobachteten fallenden Weltraummüll der entsprechenden [Flugsicherungs-] Einrichtung melden und Position, Höhe, Zeit und Richtung der beobachteten Trümmer angeben.'

Künstler

Künstlerische Darstellung des ROSAT-Satelliten im Weltraum.(Bildnachweis: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt)



FAA-Beamte sagten, dass sie mit der NASA und dem US-Verteidigungsministerium zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass alle Flugzeuge im Luftraum der Vereinigten Staaten die neuesten Wiedereintrittsinformationen für ROSAT erhalten.

Die NASA und das U.S. Space Surveillance Network des US-Verteidigungsministeriums verfolgen regelmäßig mehr als 20.000 Weltraumschrottstücke im Orbit, um sicherzustellen, dass sie keine Bedrohung für andere Raumfahrzeuge darstellen.

ROSAT startete 1990 ins All und kartierte neun Jahre lang das Universum im Röntgenbereich des Lichtspektrums, bevor es zu einer größeren Fehlfunktion kam. Deutsche Weltraumbehörden haben den Satelliten 1999 abgeschaltet.

Seitdem ist die Umlaufbahn der Raumsonde so weit verfallen, dass sie nicht mehr in der Umlaufbahn bleiben kann. Wenn ROSAT tritt wieder in die Erdatmosphäre ein , es wird erwartet, dass es auseinanderbricht, wobei größere Teile – wie der primäre optische Spiegel und andere Systeme – den Sturz überleben.

Die Raumsonde ROSAT ist der zweite Satellit, der innerhalb von zwei Monaten zur Erde stürzt. Am 24. September trat der schulbusgroße Upper Atmosphere Research Satellite (UARS) der NASA über dem Pazifischen Ozean wieder ein.

Wie ROSAT war die 6 1/2 Tonnen schwere Raumsonde UARS ein toter Satellit, der seine Umlaufbahn nicht mehr halten konnte. Die NASA startete den UARS-Satelliten 1991 und schaltete ihn 2005 ab, nachdem er durch neuere Erdbeobachtungssatelliten ersetzt wurde.

Anmerkung der Redaktion: Wenn Sie ein Foto machen oder den Wiedereintritt des ROSAT-Satelliten beobachten und es mit demokratija.eu für eine Geschichte oder Galerie teilen möchten, wenden Sie sich an den Chefredakteur Tariq Malik unter: tmalik@demokratija.eu .

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