Kalifornisches Startup Made In Space will Glasfaser im Orbit herstellen

Im Weltraum hergestellt, um Glasfaser im Orbit herzustellen

Das kalifornische Unternehmen Made In Space will 2017 die Produktion einer supereffizienten Glasfaser an Bord der Internationalen Raumstation ISS testen. (Bildnachweis: Made In Space)



Die Gesellschaft steht vor einem weiteren großen Schritt in das Zeitalter der weltraumgestützten Fertigung.



Anfang nächsten Jahres kalifornisches Startup Im Weltraum gemacht plant, eine Maschine zur Internationalen Raumstation (ISS) zu starten, die ZBLAN-Glasfaser produzieren wird.

ZBLAN hat das Potenzial, viel effizienter zu sein als die derzeit in der Internet- und Telekommunikationsindustrie verwendete silikatische Faser, aber es ist schwierig, sie hier auf der Erde herzustellen, da die starke Anziehungskraft des Planeten Unvollkommenheiten im ZBLAN-Kristallgitter induziert, sagten Vertreter von Made In Space . [3D-Druck: 10 Möglichkeiten, die Raumfahrt zu verändern]



So wird die Made In Space-Maschine ZBLAN unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit an Bord der ISS produzieren, und das Produkt wird bald zum Testen zur Erde zurückgebracht. Wenn alles gut geht und genügend Nachfrage nach dem im Weltraum hergestellten ZBLAN besteht, wird das Unternehmen irgendwann eine größere Produktionsstätte bauen und in Betrieb nehmen und vielleicht zusätzliche Maschinen, die auch andere exotische Materialien außerhalb der Erde herstellen.

'Wenn das funktioniert, wird es riesig', sagte Brad Kohlenberg, Business Development Engineer bei Made In Space, im vergangenen Monat auf der Dent:Space-Konferenz in San Francisco gegenüber demokratija.eu. 'Es wird das erste Mal sein, dass wir physische Güter im Weltraum monetarisieren, abgesehen von Erinnerungsstücken und dergleichen.'

Das Projekt ist eine Zusammenarbeit mit Thorlabs Inc., die ZBLAN und andere Materialien hier auf der Erde herstellt. Wenn alles nach Plan läuft, wird die Maschine im ersten Quartal 2017 in Richtung ISS starten, sagten Vertreter von Made In Space.



Die übergreifende Vision von Made In Space besteht darin, beim Aufbau einer außerirdischen Wirtschaft mitzuwirken, von der Unternehmensvertreter glauben, dass sie die Ausbreitung der Menschheit in das Sonnensystem ermöglichen wird.

In dieser Richtung hat das Startup bereits einige Fortschritte gemacht. Auf der ISS sind beispielsweise bereits zwei 3D-Drucker von Made In Space untergebracht. Die erste Maschine ist ein Technologiedemonstrator, der im September 2014 im Orbiting-Labor eintraf; die zweite ist eine vollständig kommerzielle Anlage, die im April dieses Jahres installiert wurde.

Diese letztere Maschine, genannt Additive Manufacturing Facility (AMF), ist eine 'Maschinenwerkstatt im Weltraum', die den Kunden hier auf der Erde zur Verfügung steht, sagten Vertreter von Made In Space.



Das Unternehmen arbeitet an anderen Projekten, um auch die letzte Grenze zu öffnen. So erhielt beispielsweise Made In Space – zusammen mit den Partnern Northrop Grumman und Oceaneering Space Systems – kürzlich einen NASA-Zuschuss in Höhe von 20 Millionen US-Dollar für den Bau eines mit einem Roboterarm ausgestatteten 3D-Druckers, der eine groß angelegte Struktur im Weltraum bauen und zusammenbauen kann. Dieses Projekt namens Archinaut soll 2018 eine Orbitalerprobung erhalten.

Und im April 2016 wurde eine Made In Space-Idee, Asteroiden in autonome Raumfahrzeuge zu verwandeln, vom NASA Innovative Advanced Concepts-Programm finanziert, das die Entwicklung potenziell revolutionärer Weltraumtechnologien fördern soll.

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